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itch.io-App v26.6.0: natives Apple Silicon, OAuth-Login und Aus für 32 Bit

Die itch.io-Desktop-App ist in Version 26.6.0 erschienen, dem ersten stabilen Release seit längerer Zeit. Das Update modernisiert den Unterbau der App mit nativer Apple-Silicon-Unterstützung, einem neuen Anmeldeverfahren und dem Ende der 32-Bit-Builds.

Steam und itch.io im Vergleich als Plattformen für den Indie-Vertrieb

Natives Apple Silicon

macOS-Nutzer mit M-Chips bekommen jetzt ein natives arm64-Binary, statt über Rosetta 2 zu laufen. Die App aktualisiert sich selbst auf die arm64-Version, bestehende Nutzer müssen also nichts von Hand tun. Das sollte Performance und Akkulaufzeit auf Apple-Silicon-Macs spürbar verbessern.

OAuth ersetzt den Login in der App

Standardmäßig öffnet die Anmeldung jetzt deinen Browser für die OAuth-Authentifizierung, statt Nutzername und Passwort in der App abzufragen. Das richtet sich direkt gegen Credential Stuffing, bei dem Bots geleakte Kombinationen aus Nutzername und Passwort gegen Login-Formulare durchprobieren. Die Passwort-Anmeldung bleibt als Rückfallweg erhalten, Standard ist künftig aber OAuth.

Änderungen an Electron und Builds

Die App ist von Electron 22 auf Electron 25 umgestiegen, was Chromium- und Node.js-Aktualisierungen unter der Haube bringt. 32-Bit-Builds sind komplett eingestellt. Das betrifft inzwischen sehr wenige Nutzer, ist aber ein sauberer Schnitt, der die Build-Pipeline vereinfacht.

Unter Linux liefert der Installer jetzt ein AppImage statt des bisherigen Formats. Außerdem gibt es erstmals arm64-Builds für Linux, relevant für Entwickler auf ARM-Linux-Rechnern und Einplatinencomputern wie dem Raspberry Pi.

Butler mit Go 1.24 neu gebaut

Butler, das CLI-Werkzeug, mit dem Entwickler Builds auf itch.io hochladen und verwalten, wurde mit Go 1.24 und aktualisierten Abhängigkeiten neu gebaut. Das ist eine Änderung im Hintergrund, die die meisten Entwickler nicht direkt merken, sie hält das Tool aber kompatibel mit aktuellen Systemen und TLS-Anforderungen.

Warum das wichtig ist

Über die itch.io-Desktop-App entdecken und verwalten viele Indie-Spieler ihre Spiele außerhalb von Steam. Sie kümmert sich um Downloads, automatische Updates mit Delta-Patching und das Offline-Spielen browserbasierter Titel. Um Updates war es eine Weile still geworden, dieses Release signalisiert also neues Engagement für die Client-Infrastruktur der Plattform.

Die modernisierte Build- und Release-Pipeline dürfte künftig auch häufigere Updates bedeuten. Das Team hat bereits mit v26.9.0 nachgelegt, das auf Electron 40 aktualisiert und das Sandboxing auf allen drei Betriebssystemen überarbeitet hat.

Quellen